Vertrauen ist ein so großes Wort, so mächtig und doch können wir Menschen nur relativ wenig, manche bis gar nicht vertrauen, doch warum ist das so?

Eventuell haben Enttäuschungen im Leben eine sehr große Rolle gespielt, vielleicht aber auch die Erziehung. In vielen Fällen möchten wir vertrauen, doch in letzter Sekunde wird alles hinterfragt. Ein großes Dilemma, dieses Gefühl ist kein schönes. Doch was hilft uns, in diesem Fall mir – verzeiht mir ich mag nicht egoistisch klingen, doch anhand meines Beispiels könnte sich vielleicht der Ein oder Andere wiederfinden und wenn nicht dann zumindest einen kleinen Impuls bekommen warum sie schwer vertrauen können – hilft mir sehr stark zu wissen WAS ich kann, WIE gut ich etwas kann und vor allem das allerwichtigste in der ganzen Geschichte, WO meine eigenen persönlichen Grenzen im Tun, liegen.

Fangen wir mal an mit den Ws:

  • WAS ich kann.
    Im Laufe der Jahre entwickeln wir ein Gefühl dafür, was wir weniger gut können, aber auch was wir richtig gut können und da ist die Frage, die jedem Einzelnen zu stellen ist -> Worauf konzentriert man sich? Auf das man kann oder auf das was man nicht kann? Worauf vertraue ich am besten. Nun mir hilft es immer mich darauf zu konzentrieren WAS ich richtig gut kann um das noch mehr auszubauen, weiterzuentwickeln.
  • WIE gut kann ich etwas.
    Diese Frage ist leichter zu beantworten, denn gibt es etwas was ich richtig gut kann, dann flutscht das, dann muss ich mich weder mental noch körperlich anstrengend und passiert eher so “beiläufig”. Gibt es aber etwas was nur semigut kann, dann werde ich schon eher Mühe habe, locker an der Sache ranzugehen. Ein Beispiel von mir: ich bin zu höflich, am liebsten würde ich dem Ein oder Anderen etwas direkt ins Gesicht sagen, dass gerade nun eine Grenze überschritten wurde. Natürlich mache ich das ab und zu aber ich tue mich in wenigen schwer damit. Nicht weil ich es nicht gelernt habe, oder noch meine Persönlichkeit formen muss, sondern weil ich ein freundlicher und höflicher Mensch bin. Doch ich vertraue immer darauf, dass ich die Kraft und die Muse habe in jedem Augenblick das Richtige zu tun und zu sagen.
  • WO liegen meine Grenzen.
    Jede Vertrauensfrage beginnt bei der Frage, in welcher Zone – ja man kann auch Komfortzone – bin ich gewohnt mich zu bewegen? Wenn ich mich ausbalancieren kann, dann brauche ich mir keine Sorgen machen, dass ich nicht vertrauen kann, denn dann kann ich mich an den Gegebenheiten anpassen, so dass ich mir selber treu bleibe.
    Denn Vertrauen beginnt immer bei einem selber, was so viel heißt, Vertraue ich mir selber, kann ich anderen mindestens das gleiche Vertrauen entgegenbringen, denn auch wenn sie versuchen mich zu verletzen MEINE Grenzen kenne ich, mir vertrauen tue ich immer.

Jetzt nehmen wir die Coronakrise!

Wir werden aus unserer “Routine” gerissen, aus unser gewohntes Umfeld.

Wie haben die meisten – ok viele – Menschen reagiert?

Panisch, ängstlich, unsicher!

Warum?

Weil sie sich in solch einer Ausnahmesituation, nicht nur nicht wohlfühlen, sondern sich selber kaum vertrauen, wozu sie in der Lage sind zu leisten, vor allem wenn sie von einer solchen Krise überrollt werden. Doch genau das wäre angebracht. Sich selber zu kennen! Die eigenen Grenzen zu kennen. Vertrauen haben wir alle in uns, das passiert instinktiv, doch wenn wir unsere Grenzen nicht kennen, handeln wir nicht mehr instinktiv, so können wir weder uns vertrauen noch auf die Situation.

Wenn wir vertrauen in uns haben, in unseren Kräften, dann wissen wir, dass alles gut wird egal in welcher Lebenslage. Doch eines kann ich euch sagen. Ich konnte erst so richtig vertrauen, in mir selber vertrauen gewinnen, in meinen Kraft, als ich den Tod mehrfach in den Augen blicken konnte. Mein Überlebenswillen war viel stärker, als dass ich mich einfach so aufgebe und nicht herausfinden kann wie toll das Leben sein kann und ist. Also gibt es Menschen da draußen, die sich während der Coronakrise im “Überlebensmodus” befinden, sei es weil sie an COVID-19 erkrankt sind, von Existenzängste geplagt sind oder welche Situation auch immer.

Doch was jetzt wirklich hilft – so banal oder einfach sich das anhört – ist sich selber zu vertrauen und darauf, dass man diese Situation gut meistern wird. Versuchen jeden Tag sich selber ein Lächeln zu schenken, einfach so, ohne Grund. In den eigenen Kräfte vertrauen, dass man jeden Tag einen guten Job macht. Wenn es nicht der Job ist der einem erfüllt, dann darauf vertrauen und sich auf dem Weg machen den einen richtigen Job zu finden. Darauf vertrauen, dass man die Kraft hat sich loyal seinen Kollegen, seinen Mitarbeiter zu verhalten, ihnen jeden Tag ein Lächeln rauskitzeln wenn sie es mal selber nicht können.

Vertrauen heißt geben, schenken: Herzenswärme, ein Lächeln, eine gute Tat, Hilfe anbieten, das eigene Wissen teilen! OHNE Erwartungen, ohne traurig oder enttäuscht zu sein, wenn nicht gleich etwas zurückkommt.

Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Kraft, viele Energie, dass ihr euch das nötige Vertrauen schenkt um weiterzumachen, um in dieser Krise und darüber hinaus euer Lächeln nicht verliert und den Mut zum Leben.

Jetzt noch eine kurze Info zum weiteren Vorgehen hier auf dem Blog. Ab diesem Monat gibt es ein paar kleine Änderungen auf das Blogmagazin. Es werden unter anderem (weiteres folgt und lasst euch überraschen) Monatsthemen geben und das erste Thema für Monat November ist Vertrauen.

Jeden Monat werden wir Geschichten aus der Wirtschaft, Politik, von Privatpersonen, hier auf dem Blogmagazin sammeln. Geschichten die Mut machen, die uns helfen einen neuen Blickwinkel auf bestimmte Themen zu bekommen. Wichtig ist die Message, denn in solch Krisenzeiten wie Corona eine ist – es gibt aber auch viel mehr Krisen – ist es wichtig neue Impulse zu senden, vor allem zu schenken, damit man wieder ein klein wenig Hoffnung schöpfen kann für kommende Zeiten.

Freue mich auf jede Person die mit uns ihre Geschichten teilt und so die Vielfalt in unsere Welt ein wenig bunter macht.