Wie oft wird euch diese Frage gestellt?

Berge oder Strand?

Nun meine Antwort jedes Mal, wenn mir diese Frage gestellt wir ist: „Da wo mich die Natur hinzieht!

Klar habe auch ich Plätze auf dieser Welt an denen ich mich nicht wohlfühle, was nicht mit den Orten oder mit den wunderbaren Menschen zusammenhängt, meistens sind es die Geschichten, die ein Ort trägt. Wenn das Land, die Orte eine schwere Geschichte hat/haben, dann „überträgt“ sich das auf mich. Wenn ich zum Beispiel in Frankreich unterwegs bin, in eine Stadt wie Belfort mein Kaffee auf der Terrasse trinke, dann kann ich förmlich die Detonationen, spüren, zucke zusammen.

Belfort

Belfert ist eine schöne Stadt, doch so schön wie sie ist, trägt sie auch eine schwere Geschichte mit sich..

Natürlich gehört die Geschichte dazu, denn genau diese fasziniert mich immer egal wo ich mich aufhalte, doch ist diese zu schwer, zu prägend, dann spüre ich eine schwere in der Magengrube. Denn Geschichten sind Menschengemacht.

Die Natur NICHT!

Die Natur gibt es einfach, schon seit vielen Millionen von Jahren. Wir eben nicht. Deshalb hat mich die Natur nicht nur immer inspiriert, sondern davor gerettet mich auf manch einer „Gehirnwäsche“ rein zu steigern. Natürlich zerbrechen viele Menschen an manchen Schicksalsschlägen, aber genau das ist der Knackpunkt, man braucht nicht daran zu zerbrechen (nein nicht leichter gesagt, als getan), denn es gibt so viele tolle Beispiele, an denen man festhalten, orientieren, an denen man Kraft tanken, kann ähnlich wie ein leer gesaugter Benzintank.

Die Schweizer Berge

Die Schweiz ist so mit einer der beruhigendste Orte für mich..

Jetzt fragt ihr euch was „Wachstum oder Stillstand“ mit „Berge oder Strand“ zu tun hat?!

Zurecht!

Viele Menschen werden mich spätestens jetzt für verrückt erklären, doch ich kann euch sagen, dass genau mich davor bewahrt hat nicht durchzudrehen. Gerade gestern (06.08.2020) hatte ich ein sehr tolles Gespräch mit der lieben Susann Schulz. Sie hat mich zu meinen 3rd Spaces / auch als „dritte Orte“ bekannt, befragt. Nun jetzt fragt ihr euch warum ich nicht schon länger darüber geschrieben habe. Weil es Menschen in meiner Umgebung gibt die jedes Mal als ich darüber sprach mir nicht nur den Vogel gezeigt haben, sondern erklärt haben „Claudia, das kannst du doch nicht sagen, die Menschen werden dich nicht ernst nehmen!“

So, GENAU das werde ich jetzt machen – darüber schreiben!

Also was sind meine 3rd Spaces?

Die Natur und Bücher!

Die Natur

Die Natur gibt mir die Kraft, die ich brauche, um bei mir zu bleiben, um Entscheidungen (seien diese Privat oder beruflich) konsequent und für mich die richtigen, zu treffen.

Warum aber nun die Natur und nicht z.B. ein Café oder ein Gesellschaftsort, an dem ich mich mit Menschen treffen kann, reden, Spaß haben?

Nun ganz einfach! Dieser (für mich so empfindsamer) „Trouble“ bringt mich nicht zu meinem Mittelpunkt zurück, sondern entfernt mich davon. Ich verliere mich in Gespräche, an denen ich innerlich nicht mehr anknüpfen kann. Und für mich sind „dritte Orte“, Orte, an denen ich reflektieren kann und das ist für mich die Natur.

Genau JETZT möchte ich anknüpfen und „Wachstum oder Stillstand“ ins Spiel bringen.

Davor möchte ich noch kurz erwähnen (hatte ich so nicht auf den Schirm, da ich andere Begrifflichkeiten für Ort 1, 2, oder 3 (Zuhause, Arbeit, „Freizeit“ waren schon immer meine Definitionen dafür), dafür benutze, deshalb danke dir liebe Susann), unser:

  • Ort ist unser Zuhause,
  • Ort ist unsere Arbeit und
  • Ort der Ort an denen wir uns wohlfühlen, abschalten können.

Jahrelang schon beobachte ich fasziniert die Natur. Bin begeistert wie eigenständig sie ist, unbekümmert und für mich am allerwichtigsten, sie ist so konsequent in ihr Dasein. Genau das gibt mir schon immer Kraft, hat mich davor bewahrt trotz vieler Schicksalsschläge einen kühlen Kopf zu bewahren, nicht durchzudrehen oder mich (schlimmer) AUFZUGEBEN!

Beobachten zu können, habe ich mit den Jahren gelernt, ist ein Geschenk. Ob Menschen oder Entwicklungsprozesse auf der Arbeit beobachten, man sollte es immer tun, wenn man es kann, denn ihr werdet euch wundern, was ihr plötzlich alles seht, was alles zum Vorschein kommt und beachtet werden möchte.

Das beste Beispiel aus der Natur kann ich euch geben. Geht raus, jetzt im Sommer, auch im Herbst. Im Sommer zeigt die Natur ihre volle Pracht, sie strahlt, blüht um die Wette, schenkt uns „wow“ Momente und lässt uns ab und zu sprachlos zurück. Wir können die Bienen beobachten wie selbstverständlich sie ihre Arbeiten verrichten, ohne jemanden danach zu fragen, ob sie es dürfen oder nicht, ob das gut ist oder nicht, sie MACHEN es einfach!

Im Herbst, dann wenn die Blätter an den Bäumen anfangen sich zu verfärben, sind wir so sehr davon begeistert, mit welch wundervollen Farben uns die Natur beschenkt. Sie erfreut uns, schenkt uns ein lächeln, wir jagen ein schönes Bild nach dem anderen, weil wir so fasziniert davon sind welche Kraft die Natur hat. Dann kommt der Winter, wir gehen raus, bewundern den Schnee, beobachten wie unter den Schneeflocken die Natur „Arbeit“ obwohl wir den Eindruck haben sie würde „nur“ schlafen.

Sie bereitet sich leise, richtet sich alles, gedeiht und schmiedet Pläne „hinter den Kulissen“ wann, wie und welcher Form sie wieder aus dem Winterschlaf erwachen kann. Sie schläft, erholt sich von den Strapazen den ganzen Jahren und im Winter rehabilitiert sich, damit sie uns Menschen im Frühling wieder erfreuen kann mit allem was sie zu bieten hat.

Aber habt ihr euch schon mal gefragt warum wir Menschen dazu nicht in der Lage sind (ähm sorry, wir meinen nicht dazu in der Lage zu sein)?

Richtig!

Weil uns das entweder nicht interessiert, wir es eventuell für zu „kitschig“ halten oder schlicht und einfach es als selbstverständlich hinnehmen, dass die Natur „halt einfach da“ ist.

Doch es wäre so wichtig, – ein Blick mehr darauf zu richten was uns umgibt, bevor wir wie immer, in die Ferne schweifen-, nicht nur für unsere persönliche Weiterentwicklung, sondern viel mehr auch Beruflich.

Hä? Was will die Olle damit sagen?

Nun, ich komme jetzt zu meinem zweiten Thema in diesem Beitrag und warum Bücher zu einer meiner „dritten Orte“ (neben der Natur) gehören an denen ich nicht nur bei mir bleibe, sondern mich auch weiterentwickeln kann.

Jetzt kommen euch bestimmt Gedanken wie „ich bin doch auch in die Natur“, „aber ich lese doch auch Bücher“, „und sogar beides miteinander verbinden!“. Dann sage ich euch schon mal ein guter Anfang.

Die Bücher, mit denen ich mich gerne beschäftige, sind eher weniger Romane oder alltägliche Bücher, es sind meistens „schwere“ Bücher, ja zu Teil auch wörtlich gemeint. Denn keine Ahnung warum man solchen Büchern gleich mal 5 KG verpassen muss.

Es sind Bücher, die unsere Entstehungsgeschichte erzählen. Woher wir kommen, wer wir sind und warum es ein so großes Geschenk ist Bewohner dieses wundervollen Planeten, sein zu dürfen. Bevor man Unternehmensprozesse eines Unternehmens „ausarbeitet“, „weiterentwickelt“, hast du dir schon mal die Frage gestellt, warum können wir überhaupt auf diesen Planeten gerade stehen?

Ich meine, allein die Vorstellung, dass über uns nichts ist außer Universums Abfall von Kometen, Meteoriten und leeren Raum, lässt mich mit ein wenig Gänsehaut und großem Respekt, zurück. Darwin hat mich damals sehr geprägt, hat mich meinem Umfeld bewusster wahrnehmen lassen, vor allem alles zu hinterfragen was ich mache und was ich denke.

Dass wir rein „intuitive“ Menschen sind, daran gibt es keinen Zweifel, denn nehmen wir Kinder, sie handeln rein intuitiv und machen einfach von Krabbeln, über Gehen, bis hin zum sich ohne Worte artikulieren können. Doch je älter wir werden, desto weniger hören wir auf unsere Intuition.

Warum?

Weil wir Menschen uns nun mal so entwickelt haben. Wir lassen uns nicht mehr von unserer Intuition leiten, sondern von Menschen, die meinen es besser zu wissen wo der Hase lang läuft. Nicht falsch verstehen jetzt, es ist MEGA wichtig, dass man sich Inspiration holt, auch die richtigen Impulse und das von Menschen, die uns vielleicht durch ihre Erfahrungen zu uns selber bringen.

Doch wir Menschen haben verlernt auf unser innerstes zu hören, weil wir der Meinung sind, in dieser Welt sonst nicht reinzupassen, nicht gut genug zu sein und das allerschlimmste für mich, wenn wir durch die falschen Menschen vermittelt bekommen KEINEN WERT in dieser Welt zu haben!

Jeder Mensch hat die Berechtigung zu sein! EINFACH ZU SEIN! Wie die Natur – mit ihrer Vielfalt! Ob große, kleine, krumme Bäume! Bunte, Weiße, kleine, große, hübsche Pflanzen! Kleine, große, laute, leise Tiere! – sie ist einfach ohne sich nur einmal die Frage zu stellen ob sie eine Berechtigung hat zu existieren oder nicht, ohne den Nebenan nur einmal um Erlaubnis fragen zu müssen, ob es am Leben sein darf oder nicht.

Doch jetzt kommt der springende Punkt warum wir vor allem zu einer „Leistungsgesellschaft“ geworden sind:

Der Überlebenskampf!

Wir haben uns das in die Natur „abgeschaut“ ohne uns nur einmal zu Fragen WARUM! Warum bringen sich Tiere gegenseitig um? Wohl nicht, weil sie alle kriminell sind! NEIN! Einzig und alleine aus „Evolutionsgründe!“ Denn hätten Vogelmütter nicht Insekten getötet, um die Kinder ernähren zu können, hätten diese Kinder nicht überlebt und GENAU das wurde leider Gottes von den Menschen missverstanden.

Denn spätestens als die Menschen evolutionstechnisch soweit waren, den Unterschied machen zu können ob man richtig handelt oder nicht, hätte man wissen müssen, dass wir KEINE Tiere essen müssen, um überleben zu können, wir andere auf der Arbeit nicht fertig machen müssen nur weil sie anders sind, auch nicht, dass sehr viel Geld zu besitzen einen Menschen nicht hübscher, liebevoller macht, uvm.!

Deshalb meine Lieben, setzt euch bei Gelegenheit, raus in die Natur, schaltet eure Gedanken ab, beobachtet genau was und wer euch umgibt und versucht in euch hineinzuhorchen, wie wohl und gut ihr euch in diesem Moment fühlt, vor allem dann was euer Herz sagt. Was oder Wer lässt euch innerlich vor Freude hüpfen, ein Lächeln ins Gesicht zaubert und tut es, sagt es, kämpft dafür.

Denn ihr müsst KEINE Normen erfüllen. Ihr müsst euch nicht verbiegen nur weil man es von euch erwartet, denn sonst seid ihr nicht gut, nicht Wert, dass man euch Beachtung schenkt.

Ihr seid toll, wunderbar und einzigartig genauso wie ihr seid!