…doch was ist Twitter nun?

Wozu ist es gut, war meine Frage, denn ein paar Kurznachrichten kann ich ja auf WhatsApp schreiben.
Vor allem wie und für was kann mir Twitter behilflich sein?

Um ganz ehrlich zu sein, war Twitter für mich lange Zeit etwas Insignifikantes. Konnte damit nie wirklich etwas damit anfangen, denn meine wichtigste Frage war: „Wie soll ich als Frau mich wörtlich auf 280 Zeichen beschränken?“ Denn vielen ist es vielleicht bekannt, dass Frauen im Allgemeinen gerne reden, so auch ich ab und zu, was aber nicht wirklich meine Entscheidung all die Jahre erleichterte Twitter zu benutzen.

So hatte ich dieses Tool jahrelang gar nicht auf dem Schirm, beschäftigte mich gar nicht damit, somit wusste ich gar nicht, was überhaupt hinter Twitter steckt, was es alles kann.

Dann kam März 2020 und alles änderte sich. Durch das #WirVsVirus Hackathon habe ich mich bei Twitter angemeldet. Sehr unbeholfen, orientierungslos war ich, denn ich wusste nicht mit diesem Tool richtig umzugehen. Also habe ich „einfach“ mal etwas getwittert. Instinktiv ähnlich wie auf Instagram. Doch merkte ich schnell, dass die Resonanz nicht die war, die ich mir erhoffte hatte, so verlor ich schnell die Lust am „twittern“.

Doch indirekt fing in im Unterbewusstsein an mir darüber Gedanken zu machen warum es nicht ganz so funktioniert wie ich es mir vorstelle. Dann wurde mir bewusst, dass ich Instagram für das „mächtigste“ Tool „EVER“ hielt, dachte mir entweder Instagram oder gar nichts. So im Nachhinein gedacht denke ich „Man Claudia warst du naiv!“

Ihr fragt euch warum naiv?

Nun weil ich der festen Überzeugung war, dass ich alles – wirklich ALLES – ausgeschöpft hatte, was man im Social Media Bereich, nur ausschöpfen kann.

WEIT GEFEHLT, sage ich jetzt nur.

Am 29.05.2020 fand das „CoroNarrative“-Workshop statt (näher dazu in einem eigenen Blogbeitrag) und dieser Workshop veränderte meine Sicht und mein Denken bzgl. Twitter. Es wurde viel getwittert, viel mit der Außenwelt geteilt. Am Anfang hatte ich leicht dezent die Rolle des Beobachters eingenommen, doch relativ zügig merkte ich, dass man mit Twitter genau die Menschen erreichen kann, die man erreichen möchte. So traute ich mich richtig loszulegen. Hatte viel von meinen „Entdeckungen“ mitgeteilt, von meinen Lernprozessen und freute mich wie ein kleines Kind an Weihnachten, sobald ich kleine Erfolge erzielen konnte.

Da ich ja aus der IT komme, fand ich die Begrifflichkeiten jetzt nicht wirklich befremdend, dennoch aber anfangs gewöhnungsbedürftig damit zu hantieren. Aus meiner Sicht möchte ich die für mich an den wichtigsten Begriffen weiter unten kurz erläutern (auch wenn ihr diese womöglich auf zig anderen Blogs wiederfindet), denn auch ich muss ab und zu noch einiges dazulernen.

Meine Twitter-Lernbegriffe!

Denn bevor ich näher ins Detail (ok so nah auch nicht, aber ein wenig) auf Twitter eingehe ist es mir auch wichtig, dass wir über dieselben Begrifflichkeiten, sprechen und uns diese mal anschauen.

  1. Was ist ein Tweet? – Eine Nachricht, ein Post der nur 280 Zeichen lang ist. Doch ein Tweet kann durch Hashtags (#) oder Erwähnungen (@) sehr aussagekräftig formuliert werden.


  2. Wofür sind Zeitleisten gut? – sie sind chronologisch sortiert, die Nachrichten sind fortlaufend. Auf dem Dashboard erscheinen die neuesten Beiträge / Tweets / Posts ganz oben. Es dient für mich als Orientierung wo ich mich gerade befinde.


  3. Was genau ist eine @Erwähnung? – Mit dem @-Zeichen kann man in seinen eigenen Tweet / Post jemand anderen direkt erwähnen, in dem Fall ansprechen, doch den Tweet können auch andere lesen. Möchte man nur eine Person direkt anschreiben / ansprechen, dann gibt es dafür die Direktnachrichten!


  4. Ein neuer Begriff für mich: #FF! – Der sogenannte #FF ist der Follow Friday, bedeutet, dass man an diesem Tag, die Möglichkeit hat, andere Menschen zu erwähnen und vor allem der großen Community zu empfehlen. Es sind meistens Accounts, von denen man selber sehr begeistert ist und möchte, dass andere davon erfahren.


  5. Was ist ein Retweet? – Man postet ein Tweet eines anderen Accounts bei sich selber, weil man diesen Post vielleicht sehr spannend findet und möchte diese Meinung teilen, ohne einen eigenen Tweet erstellen zu müssen. So gibt man nicht nur sich selber die Möglichkeit zu wachsen, sondern man macht durch das Retweeten auf andere interessante Persönlichkeiten aufmerksam.


  6. Was genau ist eine „TwitterWall“? – Wenn z.B. ein Hashtag von mehreren Accounts benutzt wird, dazu posts gemacht werden, werden diese automatisch aktualisierend an einem Ort zusammen dargestellt. Hier ein Beispiel anhand des #LLLCamp:





    -> TwitterWall der “CoroNarrative”:


Wollt ihr mehr über Twitter erfahren?

-> Dann hier lang

Ihr werdet hier mehr über Twitter erfahren. Vor allem zeigt dir Twitter was in der Welt da draußen gerade passiert und worüber sich gerne deine Community unterhält. Denn eine so gute Vernetzung wie bei Twitter habe ich noch nicht oft erlebt und es gibt so viele tolle Tools, doch so kurz und knackig wie Twitter kann sich kaum ein Tool zeigen lassen.



Auch könnt ihr auf der Webseite erfahren wer Twitter als Unternehmen ist. Die offene Kultur hat mich persönlich sehr fasziniert, nicht nur durch die Transparenz aber auch durch die eigene Entscheidungskraft was man mit dem Tool alles machen möchte, wen man erreichen möchte.



Auch der soziale Aspekt und Bürgerschaftliches Engagement hat mir imponiert. Vor allem, weil sich Twitter dem Schutz der freien Meinungsäußerung verschrieben, hat. Eine freie Meinung zu haben ist nicht nur wichtig, sondern mindestens genauso wichtig wie sich dafür einzusetzen, wenn Menschen im Netz gehatet, geshitstormed oder viel schlimmer gemobbt, werden.



Die Prinzipien von Twitter werden nun hier unten aufgeführt, denn Vertrauen, Sicherheit und Respekt ist nicht nur wichtig, sondern auch eine Pflicht:

  1. freie Meinungsäußerung für ALLE.
  2. Twitter ist nicht da, um Partei zu ergreifen, deshalb werden Standpunkte gezeigt. Alle Standpunkte!
  3. Die Twitter Regeln sind für alle da und gelten für ALLE.
  4. Solange man sich an die Regeln, hat man das persönliche Recht sich auf Twitter frei auszudrücken.


Die Sicherheit bei Twitter

Es gibt Regeln bei Twitter und das ist auch gut so, denn erst wenn einem die Möglichkeit geboten wird, sich auch ausreichend zu schützen, vor allem aber auch die Inhalte, macht Netzwerken Spaß.



Unter „Sicherheit auf Twitter“ hast du die Möglichkeit Deine Daten, Funktionen so einzustellen wie du es möchtest. Du kannst bestimmen wer dein Inhalt sieht, Was mit deinem Inhalt passiert. So hast du ein stückweit der Kontrolle über deine Daten in der Hand was dazu führt, dass du nicht mehr so arg gehemmt bist indem was du twitterst.


Twitter Analytics


Zum Schluss möchte ich euch etwas vorstellen, was mich so sehr fasziniert hat, dass ich mittlerweile ein wenig Respekt vor diesem Tool „Twitter“ habe.



Der liebe Oliver Ewinger hat mir vor ein paar Tagen Twitter Analytics näher gezeigt, denn ich wusste bis zu dem Zeitpunkt nicht, dass man diese Möglichkeit hat. Seine Daten auf einem Blick zu sehen, vor allem die Entwicklung des eigenen Accounts lässt einem schon etwas stauen, was „HINTER“ den Kulissen passiert.

Möchtest auch du erfahren wie es um deine Twitter Analysen steht dann findest du die hier:



Twitter TAGEXPLORER

Bis vor ein paar Tagen wusste ich gar nicht, dass es diesen TagsExplorer überhaupt gibt, bis ich die Ehre erhalten habe in einer “PrivatSession” genau dieses näher erklärt zu bekommen. Genau das möchte ich mit euch Teilen, anhand meines eigenen Beispiels – @VGKBlogmagazin – und hoffe euch hilft es genauso wie mir, vor allem, dass es euch mindestens genau viel Spaß macht wie mir.

TAGS findet man -> HIER !



Empfohlen wird “TAGS v6.1” downzuloaden, ist die neuste Version und beinhaltet alle neuen Features. Wie ihr das genau macht könnt ihr in dem neuen Beitrag von dem lieben @hagengraf in seinem neuen Blogbeitrag. Er beschreibt ausführlich wie ihr das zum “Laufen” bekommt. Habt ihr es dann geschafft, gebt ihr den von euch gewünschten Begriff nach dem ihr Suchen wollt in die “Kopie” ein.



Nachdem ich in das Feld “2. ENTER TERM” mein gewünschten Suchbegriff eingegeben habe, bin ich auf dem Menüpunkt “TAGS” gegangen und habe dann “RUN NOW” geklickt!



Sobald dieser Skript gelaufen ist kann ich mir das auf dem “Dashboard” anzeigen lassen, diesen finde ich auch unter “TAGS” und dann “ADD Dashboard Sheet“.



Habe ich das getan, klicke ich unten in meinem Sheet auf “Dashboard“. Wichtig ist auch, dass “Sheet Calculation” auf ON gestellt ist, sonst kann nichts angezeigt werden.



Das ist aber bei weitem nicht alles, wozu Twitter in der Lage ist. Ich sag’s euch, ich habe riesen Augen gemacht, wieviel ich Neues dazu lernen konnte und gelernt habe. Erstaunt darüber was es alles zu entdecken gibt, fand ich heraus wie toll dieser TagsExplorer ist.



Am Anfang war ich so geflasht von dieser Darstellung, dass ich aus “WOW” und “Mega” gar nicht mehr rausgekommen war. Es zeigt all meine Kontakte, wer alles aktiv auf mein Account interagiert hat. Sehr faszinierend.



So kann ich nicht nur sehen, wieviele Tweets ich selber gepostet habe, auch die Antworten dazu kann ich daraus entnehmen und vor allem auch die Erwähnungen, bedeutet wie oft ich in Posts anderer erwähnt wurde. Das man diese Möglichkeit hat und dann auch eine tolle Übersicht / Darstellung zu sehen bekommt, macht Spaß und Lust dieses Tool zu benutzen.

Für mich am faszinierenden jedoch von allem der am kleinsten auf dem ersten “Augenblick” erscheinenden Button “Replay Tweets” ist so so aussagekräftig, willst du dich selber davon überzeugen? Dann viel Spaß mit dem kleinen Video. Er zeigt wie sich meine Aktivitäten auf Twitter entwickeln. Wer auf meine Tweets reagiert, neue Follower, wer kommentiert, retweetet uvw.! Lasst euch selber überraschen und falls ihr neugierig geworden seid, versucht es selber, ihr werdet erstaunt sein.

Teil zwei des Videos

Diese kleine Zusammenfassung die du nun hier in diesen Blogbeitrag entdeckt hast, stellt ein kleiner Teil dessen dar was meine kleine Twitter-Lernreise geprägt hat. Denn diese Punkte waren für mich nicht von Anfang an gut verständlich, doch dank dem Twitterkönig Oliver habe ich in einer kurzen Zeit erfahren wie ich Twitter richtig benutzen kann / darf / soll. Mit der Zeit werde ich diesen Blogbeitrag erweitern / anpassen, sobald mir persönlich etwas „Neues“ über dem Weg läuft und ich der Meinung bin für mich stellte das ein Mehrwert dar.

Vielleicht sind die Ein oder Anderen Informationen die euch weiterhelfen, denn mir haben sie sehr geholfen und ich bin so unendlich dankbar für diese Lernreise die ich angeschlagen habe.