Nun sind schon ein paar Tage vergangen seitdem ich am #loscamp20 teilnehmen durfte. Ein für mich komplett neues Terrain, dementsprechend aufgeregt war ich, da ich auch nicht wusste, was auf mich zukommen würde.

  1. Warum ich daran teilgenommen habe?

Wie schon des Öfteren erwähnt, möchte ich mich nicht nur weiterbilden, sondern so viel wie möglich dazu lernen. Denn für mich ist nichts wichtiger als „Neues Wissen“, „wunderbare Menschen kennenlernen“ und „viel Herzblut in mein Herzprojekt stecken“. Neue Wege zu gehen, ist finde ich nichts schlimmes, sondern eine große Bereicherung. Ja klar gibt es immer mal wieder Momente in denen man sich die Frage stellt ob es jetzt das Richtige ist, doch diese Frage kann man nur dann zu 100% beantworten, wenn man es ausprobiert hat und bis jetzt kann ich sagen, mein Weg des “Lebenslanges Lernens” ist bis jetzt das Beste was mir passieren konnte.

  1. Was war nun dieser LernOS Camp?

Das #loscamp20 sollte nicht ein weiterer BarCamp werden, sondern ein 24-stündiges virtuelles Treffen welches vom 23.06.2020 bis 24.06.2020 in einer Gemeinschaft von Menschen, die das eigene Lebenslange Lernen mit LernOS fördern möchten, stattfinden.

Bei der Vorab-Webkonferenz konnte ich mir schon mal ein Blick z.B. über das Tool Remo machen. Auf diese Plattform würden dann die 24 Stunden abgehalten werden. Wie schon seit der ersten Stunde, war mir bewusst, dass sehr viele Neuigkeiten auf mich zukommen würden, wie z.B. neue Lernplattformen, neue Lernmethoden und auch neue wundervolle Menschen, mit denen ich mich vernetzen durfte.

Vor dem ersten „virtuellen“ Treffen, sagten mir weder „Cogneon Academy“ noch „LernOS“ etwas, was mir nur ein kleiner Augenblick zu schaffen machte, denn deshalb hatte ich mich angemeldet, um ein Teil davon zu sein und eine Menge Neues dazuzulernen.

Am ersten Tag war ich leicht überfordert, doch war ich auch von dem gesamten Konzept so begeistert, dass ich nach kurzer Zeit gar nicht mehr bemerkte ob ich noch Orientierunglos erschien oder nicht.

  1. Was ist Remo?

Remo fand ich von Anfang an spannend. Es ist eine Konferenzplattform. Man kann sich an Tischen mit jeweils 6 Personen setzen, diese nach Themen untergliedern. Es gibt auch mehrere Stockwerke, auf den jeweiligen Stockwerke gibt es je eine Bühne und genau das fand ich so spannend, denn man bekam wirklich das Gefühl als sei man auf einer Konferenz und nicht einfach nur irgendwo.

So fanden am ersten Tag alle „Lightning Talks“, Virtuelle Kaffee-Ecken und Lounges, sowie das Online-Spiel „LernOS Jeopardy“ in Remo statt.

Das „LernOS Jeopardy“ Spiel fand ich mega. Vor allem weil man so viel über LernOS, über die Community und ihre Werte was sie ausmachte, lernen. Ein großes Dankeschön hier an dieser Stelle an die Organisatoren, war mega.

Der erste Tag wurde dann abends mit einer Live-Musik-Session von dem wunderbaren DJ Guido Pearl „the_pearl“ und einer Podcastsession, beendet.

Danke dir lieber Simon, dass ich beim Podcast mit dabei sein durfte. Wer reinhören will, hier unten habt ihr die Möglichkeit:

Der zweite Tag fing für mich etwas „chaotisch“ an, da ich leider nicht von Anfang an mit dabei sein konnte und so erstmal gar nicht wusste wie die Sessions (Vorträge) unterteilt waren und wo ich noch Platz gefunden habe. Die Sessions fanden in Microsoft Teams, statt, was mich persönlich vor einer größeren Herausforderung stellte, da Teams auf dem Handy läuft, aber leider nur mit Mühe auf mein MacBook. Nichtsdestotrotz konnte ich an alle Sessions teilnehmen, die für mich relevant waren, was mich sehr glücklich stimmte.

Es gab so tolle Sessions wie z.B. “Micro-Learning – damit Lerninhalte hängen bleiben” vom lieben Moritz, da ich leider etwas später dazugestoßen bin konnte ich leider nicht von Anfang dabei sein, doch das was ich mitbekommen habe, hat mich begeistern, dass ich seitdem versuche Micro-Learning in mein Alltag einzubauen, wo ich nur kann, denn auch wenn ein “Blogmagazin” nicht nach Arbeit aussieht, gehört doch eine Menge dazu und alles möchte dann eine nachvollziehbare Struktur haben, für das Blogmagazin an sich, aber auch für das Team.

Natürlich konnte ich mir die Session “lernOS Sketchnoting Guide / Neue Version und Learnings aus dem Entwicklungsprozess” nicht entgehen lassen, denn wie vielleicht wenige Menschen mitbekommen haben, habe ich für mich eine kleine Leidenschaft entdeckt, nämlich das Sketchnoting. Natürlich stehe ich noch ganz am Anfang, bin noch sehr unsicher ob das überhaupt jemandem gefällt, doch eines ist sicher, mir gefällt es und ich habe damit eine neue Methode für mich entdeckt die mir hilft bei Workshops, BarCamp eine kleine Zusammenfassung in Form eines Sketchnote festzuhalten. So habe ich etwas fürs Auge und auch für meine Lernprozesse.

Der liebe Harald Schirmer, hat in seiner Session “VUCArockers – OrganisationsRebellen – Wirkung, Mut, Respekt, Sicherheit” uns einen kurzen Überblick darüber gegeben worauf man darauf achten sollte eine erstrebenswerte Zukunft GEMEINSAM zu gestalten, unabhängig von Corona! Denn wie er genau auf dem Punkt den ― Joseph Beuys „Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden, sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen.“, zitierte, geht es darum die Zukunft selbst gemeinsam in den eigenen Händen zu nehmen und neu zu gestalten bevor wir eine Zukunft bekommen die wir nicht wollen oder nicht gewachsen sind. Dafür ein großes Dankeschön dir lieber Harald, du bist eine sehr inspirierende Quelle für viele Menschen da draußen.

Leider vergingen die 24 Stunden LernOS All Stars Camp viel zu schnell vorbei, doch eines ist sicher. Viele prägende Momente haben mich begleitet, habe nicht nur tolle Menschen kennenlernen, wiedertreffen dürfen, sondern für mich auch eine menge Lernen. Wie z.B. Sketchnoting.

Als ich gefragt wurde ob mein Sketchnote weiterverwendet werden darf, hüpfte mein Herz, als gäbe es kein Morgen, denn ich weiß, das diese nicht Perfekt, aber das möchte ich auch nicht, schließlich bin ich es selber auch nicht, deshalb ein großes Dankschön an alle die mich unterstützen auf mein Weg begleiten, ihr seid wunderbar.

Da ich NIE ein Talent fürs Malen hatte und in die Schule eher das 5er Mädel war, somit die schlechtesten Noten kassierte, hatte ich mich nie getraut nur annährend etwas zu zeichnen oder zu skizzieren was außerhalb eines Lineals und karierten Blätter, lag.

Hier ein paar Eindrücke was während dieser 24 Stunden entstanden ist:

Seit dem #LLLCamp und jetzt #loscamp20, möchte ich sagen, dass ich glücklicher nicht sein könnte, denn genau das wie es sich entwickelt hat und weiterentwickelt, ist genau das was ich mir immer vorgestellt hatte, denn wir lernen ein Leben lang NIE aus, sondern nur dazu, das hält uns wachsam, lässt uns in voller Demut, Dankbarkeit und Großzügigkeit leben. Jeden Tag lerne ich dazu, lerne ich Prozesse, die meine Persönlichkeit formen und mein Weg ebnen für eine Arbeitsweise, die mir mein Leben erleichtert und auch noch Spaß macht.

Danke an alle die mich begleiten, mir Türen öffnen, doch vor allem Mut machen mich zu trauen auch mal gut zu sein.