Dass seit Ende März meine Welt Kopf steht und sich grundsätzlich verändert hat, das wisst ihr nun, denn habe es nur ein paar wenige Male erwähnt und würde es immer wieder gerne tun, denn so viel Zuspruch, so viel „Miteinander“ ist mir schon lange nicht mehr begegnet, was mich eventuell ein paar Mal zu viel schwärmen lässt.

Nach diesen langen – für uns alle – doch relativ anstrengenden, aber auch sehr schöne (ja ihr habt richtig gehört, sehr schöne, denn diese Begegnungen, diesen Austausch haben die „schlimmen“ Monaten weniger schlimm wirken lassen) Monaten, kann ich für mich ein wenig reflektieren, welche Methoden für mich – meine Weiterentwicklung (ob beruflich oder privat) – sehr wichtig (geworden) sind und auf die ich so schnell nicht verzichten möchte.

Zu diesem Zeitpunkt kann und möchte ich sagen, dass ich mich auf keine bestimmte Methode, festlegen kann und will, denn die eine fördert mein Lernen Richtung „soziale Netzwerke“, mein Auftreten in den sozialen Medien, die anderen wiederum fördern / besser, erweitern mein beruflichen Horizont.

Ja ich kann mir jetzt schon ein Urteil bilden, denn für mich wurde schon relativ schnell klar welche Methoden mir helfen, welche nicht, aber auch mit welche ich mich wohlfühle oder weniger wohlfühle. Denn für mich sehr wichtig sind in erster Linie die Kontakte die ich knüpfe, da jede:r Einzelne sehr wertvolles Wissen besitzen die ich mir selber womöglich nie aneignen werde und auch sehr wichtig ist zu lernen, mich weiterentwickeln, mein Potential ausschöpfen.

So bin ich für jedes einzelnen BarCamp, jeden Menschen und jede Methode, die ich neu kennenlernen darf, sehr dankbar.

Erster richtiger BarCamp: das LLLCamp

Mein erster richtiger BarCamp war das LLLCamp.

LLLCamp steht für Lebenslanges Lernen Camp und beschäftigte sich mit Fragen wie:

  1. „Wie gestalten wir attraktive Lernumgebungen?“
  2. „Wie unterstützen mich Learning Circles?“
  3. „Welche Tools helfen mir Überblick zu behalten und neue Trends zu erspüren?“

Das waren nur ein paar wenige Fragen womit wir uns im BarCamp beschäftigt haben und schon nach dem ersten BarCamp hatte ich ein sehr hohes Lernerfolg gehabt. Ich konnte für mich herausfinden welche Sozialen Netzwerktools für mich wichtig sind und bekam so ein komplett neues Gespür dafür diese einzusetzen. Klar brauche ich noch Zeit um diese Tools auch auf mich abgestimmt, richtig einsetzen können, doch schon alleine die Tatsache, dass ich diese Erkenntnis bei dem BarCamp erlangt habe, war ein sehr großer Gewinn für mich. Doch der größte Gewinn waren die Menschen, dich mir in diesem Camp begegnet sind. Wunderbar, warmherzig, sanft, behutsam und doch klar, direkt und zielführend. Ein großes Dankeschön.

So nach dem ersten BarCamp, dachte ich es käme keine Steigerung mehr, so freute ich mich sehr ein paar wundervolle Menschen beim nächsten Camp wiedertreffen zu dürfen.

Das zweite Camp: LernOS All Stars Camp

Zunächst wusste ich gar nicht was mich erwartet, doch die positive Überraschung warte auf mich gleich um die Ecke. Es fanden so tolle, lehrreiche Sessions statt, dass ich mein Glück kaum fassen konnte. Ich habe in 24 Stunden sehr viel mitnehmen können, für mich herausfinden können, welche Lernmethoden ich bevorzuge und mit denen ich mich identifizieren kann.

Ja es ist nicht immer einfach für sich die richtigen Lernmethoden herauszufinden. Da ich mich aber gut kenne und weiß wie ich am besten, am effektivsten und schnellsten lernen kann, wusste ich sofort was für mich gut umsetzbar ist, vor allem was mein Lernen für die Zukunft „erleichtert“ und ich mir Wissen am wichtigsten einprägen kann. Dafür schon mal ein großes Dankschön.

Eine kurze Definition, die ich gerne Zitieren möchte (verzeih mir lieber Simon), ihr findet diese aber auch auf der Webseite von LernOs:

LernOS = Betriebssystem für Lebenslanges Lernen und Lernende Organisationen! Das Verb “lernos” ist die Zukunftsform von “lernen” auf Esperanto (mi lernos = ich werde lernen, ni lernos = wir werden lernen). LernOS ist ein Betriebssystem für Lebenslanges Lernen und Lernende Organisationen. LernOS ist aber keine Software, sondern “Brainware”. Es ist eine Art zu Denken und zu handeln, um als Einzelperson, Team oder Organisation im 21. Jahrhundert erfolgreich zu sein. Das groß geschriebene “OS” im Namen unterstreicht die Bedeutung der Digitalisierung für unsere vernetzte Wissensgesellschaft. – Simon Dückert

Genauso ist es, dass LernOS keine Software ist, sondern Brainware.
Genauso habe ich es empfunden, vor allem so umgesetzt. Diese Brainware ist genau das wonach ich lange gesucht hatte. „Werkzeuge“ an die Hand zu bekommen äh für mein Brain, die mich weiterbringen, zeigen wie ich meine Arbeit optimieren kann, war für mich wie ein Sechser im Lotto.

Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, dann schaut auf die Academy Seite vorbei, wird vielleicht für den ein oder andere inspirierende Impulse dabei sein, denn für mich hat das LermOS Camp einiges angestoßen und einige Ablaufprozesse optimiert.

Das dritte große Kapitel: Working Out Loud Lernpfad

Die Vision von John Stepper kann ich nur bestätigen.

Auch hier würde ich gerne ein Zitat erwähnen, da ich keine besseren Worte finden würde um WOL = Working Out Loud, zu erklären:

Mit Working Out Loud kannst du Beziehungen aufbauen, die dir auf die eine oder andere Art helfen, ein Ziel zu erreichen, eine Fähigkeit zu entwickeln oder ein neues Thema zu erkunden. Anstatt Netzwerke zu knüpfen, um etwas zu erreichen, investierst du in Beziehungen. Dazu leistest du im Laufe der Zeit Beiträge, einschließlich deiner Arbeit und Erfahrungen, die dich sichtbar werden lassen.

Die Ergebnisse? Wenn du WOL anwendest, schaffen deine Beiträge im Laufe der Zeit Vertrauen und vertiefen ein Gefühl der Verbundenheit, was die Chancen auf Zusammenarbeit und Miteinander erhöht. Du bist effektiver, weil du Zugang zu mehr Menschen, Wissen und Möglichkeiten hast, die dir helfen können. All dies führt zu mehr Motivation für den Einzelnen und zu mehr Agilität, Innovation und Zusammenarbeit für ein Unternehmen. – John Stepper

Das ist genau das wichtigste und wie ich finde in der Vergangenheit viel zu sehr in die Vergessenheit geraten. Denn ohne gute Beziehungen, ein gutes Netzwerk, ist die Arbeit meistens nicht sichtbar, wird nicht genug honoriert und führt nicht zu dem gewünschten Veränderungsergebnis, wie es vielleicht im Ursprung verdient hat. Gute Geschäftsbeziehungen sind das A und O für die Arbeit, aber auch für die eigene Seele und Produktivität.

Ich freue mich auf alles was noch kommt, vor allem auf all die tollen, inspirierenden Menschen, die mir noch begegnen werden. Nochmal ein großes Dankeschön an alle die mich bereits begleiten, dabei helfen eine bessere Version meiner Selbst zu werden und in Zukunft eine gute, hilfreiche Arbeit, leisten zu können.