Erst einmal das Wichtigste vorab

Du bist nicht alleine!

Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Der Eine mehr, der Andere weniger. Nur, wie gehe ich damit um? Und warum? Auch ich habe eine sehr große Last aus der Vergangenheit zu tragen gehabt. Konnte diese erfolgreich abgeben und bearbeiten.

Hier möchte ich darüber schreiben, um Mut zu machen, dass es sich lohnt zu kämpfen und dass das Leben schön ist. Wirklich schön ist!

Wie alles begann

Mit 14 Jahren – als jüngste deutsche Meisterin im Eiskunstlauf – war mein Leben geprägt von Leistung und Erfolg. Dem ich auch immer versucht habe gerecht zu werden. Obgleich für mich selbst oder für andere. Der Erwartungsdruck wuchs ins Unermessliche, sodass ich rückblickend betrachtet die Phase der Pubertät einfach mal unterdrückt habe. Anstatt zu chillen hatte ich einen Wochenplan, der ungefähr dem eines Top Managers entsprach.

Zwischen September 1997 und September 2013 entwickelte ich eine massive Essstörung. Eine Mischung aus Bulimia Nervosa, Phasen der Anorexia Nervosa und depressiven Episoden.

In den darauffolgenden Jahren bis 2007 war die Essstörung ein Teil von mir und mein allerbester Freund. Das Gefühl einer Befreiung, eine Reise in das Loslassen und die Welt steht für einen Moment still. Nach 2013 war es jedoch die Hölle: Der “beste Freund” entpuppte sich als Betrüger der mich auslaugte, an mir zerrte und mich negativ beeinflusste.

Voller Müdigkeit, kraftlos und absolut am Boden fühlend, begann ich so langsam zu begreifen, dass etwas passieren muss! Nach mehreren suboptimalen therapeutischen Maßnahmen startete ich eine Therapie mit mir selbst, für mich selbst und von mir für mich.

Aufgrund meiner Ausbildungen konnte ich viele Tools und Methodiken erfolgreich ein- und umsetzen: Tag für Tag, baby-step by baby-step erlernte ich mein Leben zu Lieben und zu genießen.

Und nur deshalb bin ich heute dort, wo ich bin: Glücklich und zufrieden mit mir und meinem Leben. Ganz ohne Essstörung. Und Du schaffst das auch!